ISO 50001 und SpAEfV

 Energiemanagementsysteme und SpAEfV

Direkter Link zum Download des Interpretationsleitfadens der DAkkS (Entwurf).

Im Jahr 2012 wurde durch die Reform des EEG für die energieintensive Industrie die Notwendigkeit gegeben, ein Managementsystem nach ISO 50001 einzuführen (und zertifizieren zu lassen), um die viel diskutierte Rückerstattung der Ökoumlage weiter zu erhalten. Dabei wurde der Anwendungsbereich auf Unternehmen ausgedehnt, die auch weniger als 10 GWh/Jahr aber mehr als 1 GWh/Jahr verbrauchten.

2013 folgte die Anpassung im Bereich der Strom- und Energiesteuerrückerstattung für energieintensive Betriebe, der auch kleineren Produktionsbetrieben mit hohem Energieeinsatz zu Rückerstattungen ermöglicht. Die SpAEfV legte dabei die Gestaltung der Managementsystem und die Stufen der Einführung fest. Die meisten Unternehmen wählten den sog. vertikalen Ansatz – wobei das einzuführende Energiemanagementsystem (ISO 50001 oder alternatives System) über alle Energieträger und alle Energiemengen gleichzeitig eingeführt wird.

In der ersten Stufe umfasste der Stand der Einführung einige Formalien wie Bestellungen und Selbstverpflichtungen sowie der Nachweis einer Erfassung und Bewertung des Energiebezugs.

Für die Rückerstattungen für das Jahr 2014 legt die SpAEfV bereits den groben Rahmen fest. Die Deutsche Akkreditierungsstelle DAkkS erhielt den Auftrag, einen Leitfaden für die Zertifizierungsstellen zu verfassen, der verbindlich für diese den Rahmen festlegt, wie die Einführung der Energiemanagementsysteme nach ISO 50001 weiter zu gestalten ist, bzw. von ihnen zu prüfen ist.

Derzeit (Stand Ende Mai 2014) gibt es einen Entwurf, den Sie hier herunterladen können.  An diesem Entwurf können Sie bereits jetzt Ihre Vorbereitungen für die Testierung Ihres Managementsystems nach ISO 50001 vorbereiten. Da nun verbindlich Audits vor Ort notwendig werden, sollten die Audits und Besuche vor Ort frühzeitig mit Ihrer Zertifizierungsstelle vereinbart werden. Die im letzten Jahr mögliche Testierung auf Basis einer Dokumentenprüfung wird sich in 2014 in dieser Dichte nicht kurz vor dem Jahresende realisieren lassen.

Für manche Unternehmen ergibt die Kalkulation der Rückerstattungen versus der Zertifizierungs- oder Testierungskosten keine wirtschaftlich reizvolle Gestaltung. Die Erfahrungen aus der Beratungstätigkeit zeigen jedoch, dass die internen Verbesserungspotentiale um ein vielfaches besser genutzt werden, wenn eine Energiemanagementsystem eingeführt wird. Oft liegen die Einsparungen deutlich über den internen und externen Kosten. Für diesen Fall gibt es vom BAFA Fördermöglichkeiten. Das Informationsblatt dazu können Sie herunterladen.